Regenjacke Jagd: Warum atmungsaktiv genauso wichtig ist wie dicht

Jäger im Herbstwald mit 5WL-Regenjacke und Kapuze, wasserdicht und atmungsaktiv für optimale Jagdausrüstung

Wer als Jäger in Deutschland oder Europa bei wechselhaften Wetterbedingungen im Revier unterwegs ist, braucht eine atmungsaktive Regenjacke, die mehr kann als nur Regen abhalten. Ob beim stundenlangen Winteransitz, bei der dynamischen Drückjagd im Oktober oder auf der anspruchsvollen Gebirgspirsch – die perfekte Regenjacke Jagd muss wasserdicht und atmungsaktiv zugleich sein, um dein Körperklima zu regulieren und dich leistungsfähig zu halten. Wichtige Erkenntnisse sind, wie folgt:

  • Weniger Schwitzen, mehr Fokus: Atmungsaktive Regenjacken transportieren Feuchtigkeit von innen nach außen und verhindern so Hitzestau bei körperlicher Aktivität

  • Leiser Stoff für lautlose Annäherung: Hochwertige Jagdmembranen rascheln nicht und vergrämen kein Wild beim Wechsel

  • Angenehmes Tragegefühl und bequeme Passform: Eine hochwertige Regenjacke Jagd überzeugt durch ein angenehmes Tragegefühl und sorgt dafür, dass du dich auch bei langen Einsätzen wohlfühlst.

  • Bessere Konzentration auf das Wild: Ein trockenes Mikroklima erhöht die Aufmerksamkeit und verkürzt Reaktionszeiten beim Schuss

  • Höhere Sicherheit bei kaltem regen: Wer trocken bleibt, kühlt langsamer aus und vermeidet gefährliche Unterkühlung

  • Hillman-Technologie Dryhunt®: Speziell für Jäger entwickelte Membranen bieten optimale Balance zwischen Dichtigkeit und Dampfdurchlässigkeit – keine generischen Outdoor Aktivitäten-Lösungen, sondern jagdspezifische Performance

Dieser Artikel bietet dir eine konkrete Kaufberatung für die Jagd, egal ob Pirsch, Drückjagd, Gebirgsjagd oder Winteransitz. Du erfährst, welche Wassersäule sinnvoll ist, warum Atmungsaktivität genauso entscheidend ist wie Dichtigkeit und wie du typische Fehler bei der Wahl der Regenjacke vermeidest. Eine gute Sportregenjacke ist so konzipiert, dass sie ein angenehmes Tragegefühl bietet, bequem sitzt und dir volle Bewegungsfreiheit bei allen Aktivitäten ermöglicht.

Einführung: Regenjacke für die Jagd ist kein normaler Regenmantel

Jäger im Herbstwald mit brauner 5WL-Regenjacke und 5WL-Regenhose, wasserdicht und atmungsaktiv für optimale Jagdausrüstung

Die Anforderungen eines Jägers an eine Regenjacke unterscheiden sich fundamental von denen eines Wanderers, Radfahrers oder Pendlers. Während beim Wandern oder Radfahren mit dem Fahrrad konstante Bewegung Wärme produziert, wechseln bei der Jagd Phasen höchster körperlicher Anstrengung mit langen Standzeiten ab. Dazu kommt der entscheidende Unterschied: Ein Jäger muss im Sekundenfenster schussbereit sein – eine Jacke, die einschränkt, raschelt oder das Sichtfeld behindert, kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

Stell dir typische Jagdsituationen in Mitteleuropa vor: Die Oktober-Drückjagd im Dauerregen, bei der du zwei Stunden zum Stand gehst und dann drei Stunden wartest. Der November-Ansitz bei 3 °C, wind und Nieselregen, bei dem du bewegungslos auf Schwarzwild wartest. Oder die September-Pirsch im nassen Wald, wenn du bei 18 °C und hoher Luftfeuchtigkeit durchs Unterholz schleichst. Jede dieser Situationen stellt andere Anforderungen an Schutz und Komfort.

Maximale Wasserdichtigkeit mit sichtbaren Regentropfen auf wetterfester Outdoor- und Jagdbekleidung

Das Spannungsfeld ist klar: Maximale Wasserdichtigkeit allein reicht nicht. Ein reiner Gummiregenmantel oder ölbeschichteter Wachsmantel hält zwar jeden Regentropfen ab, lässt aber keinen schweiß entweichen. Das Ergebnis? Du wirst von innen genauso nass wie ohne Jacke – nur langsamer und mit dem zusätzlichen Problem, dass die Feuchtigkeit nicht trocknen kann. Hinzu kommt die Lautstärke: Starre, nicht atmungsaktive Materialien rascheln bei jeder Bewegung und verraten dich dem Wild.

Hillman entwickelt Jacken genau für diese jagdlichen Szenarien. Als europäische Jagdmarke verstehen wir, dass der Alltag im Revier andere Lösungen erfordert als generische Outdoor-Produkte. Unsere Dryhunt®-Technologie und die ergonomischen Alpha-Fit-Schnitte entstehen in enger Zusammenarbeit mit aktiven Jägern – für Modelle, die unter realen Bedingungen überzeugen.

Wasserdicht vs. atmungsaktiv: Was bedeutet das bei Jagdregenjacken wirklich?

Wassertropfen auf nanostrukturierter Oberfläche mit Porengrößen, Atmungsaktivität und Vergleich hydrophober und hydrophiler Materialien

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen wasserdicht und atmungsaktiv bei Jagdjacken? Diese Frage stellen sich viele Jäger, bevor sie in hochwertige Ausrüstung investieren – und die Antwort ist entscheidend für deine Wahl.

Regenjacken mit höherer Wassersäule und sorgfältiger Verarbeitung haben oft einen höheren Preis, dieser zahlt sich jedoch durch besseren Komfort und längere Haltbarkeit aus.

Wasserdicht: Die Barriere gegen äußere nässe

Wasserdichtigkeit beschreibt die Fähigkeit einer Jacke, Regenwasser, Schnee und externe Feuchtigkeit am Eindringen zu hindern. Gemessen wird diese Eigenschaft in der Wassersäule – einem wert in Millimetern, der angibt, welchem Wasserdruck das material standhalten kann.

Wassersäule

Klassifizierung

Praxisbeispiel

1.500–5.000 mm

Wasserabweisend

Leichter Nieselregen im Alltag

10.000 mm

Wasserdicht

Moderater regen, kurze Exposition

15.000–20.000 mm

Sehr wasserdicht

Dauerhafter Starkregen, jagdtauglich

20.000–30.000 mm

Extrem wasserdicht

Extrembedingungen, Gebirgsjagd

Nach DIN EN 343 erreichen Jagdregenjacken mit Wassersäule ab 10.000 mm die höchste Schutzklasse 3. Doch die Wassersäule allein erzählt nicht die ganze Geschichte: Verschweißte Nähte, wasserabweisende Reißverschlüsse und eine intakte DWR-Imprägnierung (Durable Water Repellent) sind ebenso wichtig.

Atmungsaktiv: Der Transport von innen nach außen

Atmungsaktivität bezeichnet die Fähigkeit des Materials, Wasserdampf – also verdunsteten schweiß – von innen nach außen zu transportieren. Der Fachbegriff dafür ist MVTR (Moisture Vapor Transmission Rate), gemessen in Gramm pro Quadratmeter pro 24 Stunden (g/m²/24h).

Ein gut verständlicher Vergleich: Bei der Pirsch bergauf produzierst du je nach Intensität und Temperatur zwischen 0,5 und 2 Liter schweiß pro Stunde. Atmungsaktive Membranen ermöglichen, dass ein Großteil dieser Feuchtigkeit als Dampf entweicht, bevor sie kondensiert und dich durchnässt.

Der MVTR-Wert wert hochwertiger Jagdjacken liegt typischerweise zwischen 10.000 und 30.000 g/m²/24h. Je höher der wert, desto mehr Feuchtigkeit kann die Jacke abtransportieren.

Das Praxisproblem: 100 % dicht ohne Atmungsaktivität

Stell dir vor: Ein Jäger trägt eine absolut wasserdichte, aber nicht atmungsaktive Regenjacke auf einer dreistündigen Bewegungsjagd im Dezember. Temperaturen um 5 °C, leichter Nieselregen. Er geht 45 Minuten zum Stand, wartet zwei Stunden, muss dann zum nächsten Treiben.

Das Ergebnis? Von außen ist die Jacke tadellos trocken. Aber innen? Klatschnass. Der eingeschlossene schweiß hat keine Möglichkeit zu entweichen, kondensiert an der kalten Innenseite und durchfeuchtet die Kleidungsschichten darunter. Beim anschließenden Stehen kühlt der Jäger rapide aus – ein klassisches Rezept für Unterkühlung und Konzentrationsverlust.

Welche Wassersäule für die Jagd? Konkrete Empfehlungen

Mikroskopische faserige Oberfläche mit 10-µm-Wassertropfen und verstreuten Wasserdampfmolekülen zur Darstellung von Materialtechnologie

Welche Wassersäule sollte eine gute Regenjacke für die Jagd haben? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten – sie hängt von deinen typischen Jagdsituationen ab.

Richtwerte nach Jagdart

Jagdart

Empfohlene Wassersäule

Begründung

Ansitzjagd (Kanzel, Hochsitz)

15.000–20.000 mm

Lange Exposition, wenig Bewegung

Waldjagd, Pirsch

15.000–20.000 mm

Kontakt mit nassen Ästen, Unterholz

Drückjagd

15.000–20.000 mm

Wechsel zwischen Gehen und Stehen

Gebirgsjagd

20.000–30.000 mm

Extreme Wetterbedingungen, schneller wetter-Wechsel

Feldjagd

15.000 mm

Oft Schutz durch Kanzel oder Schirm verfügbar

Für die typische Ansitz- und Wald-Jagd in Deutschland und Österreich empfehlen wir mindestens 15.000 mm Wassersäule – besser 20.000 mm, um Dauerhaften regen und den Kontakt mit nassen Ästen sicher auszuhalten.

Mehr als nur die Membran

Die Wassersäule des Oberstoffes allein garantiert noch keine Dichtigkeit. In der Praxis entscheiden mehrere Faktoren über den tatsächlichen Schutz:

  • Verschweißte oder getapte Nähte: Jede Naht ist eine potenzielle Schwachstelle. Hochwertige Jacken versiegeln alle Nähte mit wasserdichtem Tape

  • Wasserabweisende Reißverschlüsse: Abgedeckte oder laminierte Reißverschlüsse verhindern Wassereintritt an Öffnungen

  • DWR-Imprägnierung: Die äußere Beschichtung sorgt dafür, dass Regenwasser abperlt und der Oberstoff nicht vollsaugt

  • Qualität der Laminierung: Bei 3-Lagen-Laminaten ist die Membran zwischen Außenstoff und Futter eingebettet und besser geschützt

Die Falle der reinen Wassersäulen-Jagd

Vorsicht vor einer isolierten Betrachtung der Wassersäule! Extrem robuste 3-Lagen-Laminate mit 30.000 mm können zwar jeden Starkregen abhalten, sind aber ohne hochwertige Technologien oft weniger atmungsaktiv und lauter. Eine Jacke mit 20.000 mm Wassersäule und hervorragender Atmungsaktivität übertrifft in der jagdlichen Praxis oft ein steifes 30.000-mm-Modell, das nach einer Stunde Pirsch zur Sauna wird.

Warum Atmungsaktivität bei Bewegungsjagden entscheidend ist

5WL-Regenjacke Jagd mit Kapuze, wasser- und winddicht, mit Wärmebereichsdiagramm, Schichteffizienz, Atmungsaktivität und kompakter Lagerung

Warum ist Atmungsaktivität bei Bewegungsjagden besonders wichtig? Die Antwort liegt in der einzigartigen Physiologie dieser Jagdart.

Die Herausforderung der Bewegungsjagd

Typische Drückjagden in Deutschland finden zwischen Oktober und Januar statt, bei Temperaturen von -2 °C bis +8 °C. Der Ablauf ist anspruchsvoll: Du gehst 30 bis 60 Minuten zum Stand, oft bergauf durchs Unterholz. Dann stehst oder sitzt du zwei bis drei Stunden weitgehend bewegungslos. Zwischendurch musst du in Sekundenbruchteilen reagieren und sauber anschlagen.

Diese Wechsel zwischen hoher körperlicher Belastung und Ruhe sind die größte Herausforderung für jede Regenjacke.

Das physiologische Problem

Beim zügigen Angehen der Stände steigt deine Körpertemperatur, du beginnst zu schwitzen. In einer nicht atmungsaktiven Jacke sammelt sich diese Feuchtigkeit zwischen Haut und Jacke. Das Ergebnis:

  1. Hitzestau während der Bewegung: Du überhitzt, schweiß rinnt, Komfort und Konzentration sinken

  2. Rapid Auskühlung beim Stehen: Die eingeschlossene nässe entzieht deinem Körper Wärme – viel schneller als trockene Kleidung

  3. Erhöhtes Unterkühlungsrisiko: Besonders bei wind und niedrigen Temperaturen wird dies gefährlich

  4. Konzentrationsverlust: Unbehagen lenkt ab, Reaktionszeiten verlängern sich

Geräuscharmut als zweiter Faktor

Atmungsaktive Hightech-Materialien für die Jagd müssen noch eine weitere Eigenschaften erfüllen: Sie dürfen nicht rascheln. Wildschweine, Rotwild und Rehwild reagieren sensibel auf unnatürliche Geräusche. Ein lautes „Knistern” beim Armheben kann den Unterschied zwischen erfolgreichem Schuss und vergrämendem Wild bedeuten.

Praktische Lösung: Aktive Klimaregulierung

Person öffnet Brusttasche einer 5WL-Regenjacke von Hillman im Camouflage-Design, Logo sichtbar, tätowierte Hand erkennbar.

Eine gut konzipierte Hillman-Regenjacke bietet Belüftung durch strategische Öffnungen:

  • Unterarm-Zipper (Pit-Zips): Schnell zu öffnen beim Angehen, schnell zu schließen beim Ansitz

  • Mesh-Einsätze: Ermöglichen permanenten, leichten Luftaustausch

  • Zwei-Wege-Frontreißverschluss: Von unten öffnen für mehr Luftzirkulation beim Gehen

So steuerst du dein Körperklima aktiv und passt die Jacke an die jeweilige Situation an.

Materialien, Membranen & Technologien in modernen Jagdregenjacken

Der Markt für atmungsaktive Regenjacken bietet zahlreiche Technologien – von bekannten Marken wie Gore Tex bis zu spezialisierten Jagdlösungen. Beispiele für Hersteller hochwertiger, atmungsaktiver und wasserdichter Regenjacken sind Regatta und Schöffel, die für ihre Outdoor-Bekleidung mit technischer Innovation und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten bekannt sind. Zudem legt BMS aus Hamburg großen Wert auf Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen.

Membrantechnologien im Überblick

Hillman-Jacke mit Matrix-Isolierung, Thermovent-Unterarmbelüftung und australischer Merinowolle in hochwertiger Jagdausrüstung

Die bekannteste Membrantechnologie ist zweifellos Gore Tex – bewährt im Outdoor-Bereich seit Jahrzehnten. Doch spezialisierte Jagdmarken wie Hillman haben eigene Systeme entwickelt, die gezielt auf jagdliche Anforderungen zugeschnitten sind.

Technologie

Stärken

Jagdrelevanz

GORE-TEX®

Etabliert, hohe Wasserdichtigkeit

Gut, aber nicht jagdspezifisch optimiert

eVent®

Sehr hohe Atmungsaktivität

Gut für dynamische Jagden

Dryhunt® (Hillman)

Balance aus Dichtigkeit, Atmung, Lautlosigkeit

Speziell für Jagd entwickelt

Matrix® (Hillman)

Winddicht, wärmeisolierend

Ideal für Winter und Ansitz

Laminatkonstruktionen verstehen

Moderne Jagdregenjacken verwenden mehrlagige Laminate. Die Anzahl der Lagen beeinflusst Performance, Gewicht und Haltbarkeit:

2-Lagen-Laminat:

  • Membran auf Außenstoff aufgebracht

  • Separates Futter schützt die Membran

  • Leichter, günstiger

  • Weniger robust bei intensiver Nutzung

2,5-Lagen-Laminat:

  • Membran mit schützender Beschichtung statt vollem Futter

  • Guter Kompromiss aus Gewicht und Schutz

  • Beliebt für packbaren Jacken

3-Lagen-Laminat:

  • Außenstoff, Membran und Futter fest verbunden

  • Höchste Robustheit und Langlebigkeit

  • Ideal für anspruchsvolle Jagdbedingungen

  • Etwas schwerer, aber kaum Delaminierungsgefahr

Hillman-spezifische Technologien

Aerogelplatte isoliert extrem Hitze: 6 mm dick, Finger berührt 100 °C, gegenüber 1000 °C Flamme, NASA-Innovation

Hillman setzt auf eigenentwickelte Lösungen:

  • Dryhunt®: Wasserdichte, atmungsaktive Membran mit optimiertem Dampftransport für jagdtypische Wechselbelastungen

  • Matrix®: Winddichte Isolation für statische Jagdsituationen

  • Aerogel-Isolation: Extrem leichte Wärmeschicht für winter-Einsätze, ohne Volumen aufzubauen

Diese Technologien kombinieren wetter-Schutz mit Wärme und geräuscharmem design.

DWR-Imprägnierung: Der oft vergessene Faktor

Die DWR-Beschichtung (Durable Water Repellent) auf dem Außenstoff ist entscheidend für die Gesamtfunktion. Ohne sie saugt sich der Oberstoff mit Wasser voll – die Jacke wird schwerer, kälter und verliert Atmungsaktivität, weil die vollgesogene Außenschicht den Dampftransport blockiert.

Moderne DWR-Beschichtungen sind oft PFC-frei (ohne Perfluorcarbone) und damit umweltverträglicher. Sie müssen jedoch regelmäßig aufgefrischt werden.

Empfehlung: Nach einer intensiven Jahreszeit oder wenn Wasser nicht mehr abperlt, solltest du die Imprägnierung erneuern – entweder per Spray oder Waschimprägnierung.

Passform, Schnitt & jagdspezifische Details

Die beste Membran der Welt bringt wenig, wenn Passform und Details nicht auf die Jagd abgestimmt sind. Eine Regenjacke für den Alltag oder das wandern ist selten ideal für das Revier.

Jagdrelevante Schnittmerkmale

Verlängertes Rückenteil: Unverzichtbar für den Ansitz. Wenn du stundenlang auf dem Hochsitz sitzt, schützt ein längerer Rücken vor aufsteigender Kälte und nässe von unten.

Platz für Schichten: Im Winter trägst du Baselayer, Midlayer und vielleicht eine isolierte Jacke unter der Shell. Die Regenjacke muss genug Raum bieten, ohne zu weit zu sein. Zu enge Jacken spannen im Schulterbereich und behindern den Anschlag.

Körpernahe, aber nicht einengende Passform: Überschüssiger Stoff raschelt und fängt an Ästen. Die ideale wasserdichte Jagdjacke liegt an, ohne die Bewegung einzuschränken.

Kapuzen-Features für Jäger

Braune Kapuze – integrierbar, ultraleicht, wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv, 4‑Wege-Stretch, kompaktes Design

Die Kapuze verdient besondere Aufmerksamkeit:

  • Schirm gegen regen auf Glas: Schützt Fernglas und Zielfernrohr vor Regentropfen

  • Helmfähigkeit oder enge Anlage: Je nach Jagdart unterschiedliche Anforderungen

  • Verstellmöglichkeiten: Eine schlecht sitzende Kapuze schränkt das Sichtfeld ein – fatal bei der Pirsch

  • Abnehmbarkeit: Manche Jäger bevorzugen bei der Drückjagd eine Mütze

Typische Jagd-Details

Hochwertige Jagdregenjacken bieten spezifische Features:

Feature

Funktion

Funkgerät-Tasche

Schneller Zugriff bei Gesellschaftsjagden

GPS-Fach

Geschützter Platz für Navigationsgerät

Patronenhalter

Munition griffbereit

Große Fronttaschen

Handschuhe, Wärmepad, Kleinzeug

Leise Druckknöpfe

Kein Klicken beim Öffnen

Zwei-Wege-Reißverschluss

Bequemes Sitzen auf dem Hochsitz

Bewegungsfreiheit für den Anschlag

Der kritischste Moment: Du hebst die Waffe, legst an, zielst. In diesem Moment darf die Jacke nicht:

  • Im Schulterbereich spannen

  • Falten werfen, die das Einbetten stören

  • Geräusche machen

Vorgeformte Ärmel und Stretch-Materialzonen in Ellenbogen und Schulter sorgen für freie Bewegung beim Anschlagen.

Layering-System: So kombinierst du die Regenjacke richtig

Fünf graue Outdoor-Jacken & Pullover vor Bergen, Sonnenuntergang, 22-fach verstärkter Leistungsvorteil, funktional & vielseitig

Eine Regenjacke ist kein Einzelkämpfer. Sie funktioniert optimal als Teil eines durchdachten Schichtensystems – dem Layering, das Hillman zum Kernprinzip seiner Produktentwicklung gemacht hat.

Das Drei-Schichten-Prinzip

Baselayer (Erste Schicht): Direkt auf der Haut. Transportiert schweiß von der Haut weg. Idealerweise Merinowolle oder synthetische Funktionsfasern. Niemals reine Baumwolle – sie saugt Feuchtigkeit auf und trocknet extrem langsam.

Midlayer (Zweite Schicht): Isoliert und transportiert Feuchtigkeit weiter nach außen. Fleece, Daunen oder synthetische Isolation wie Aerogel. Je nach Jahreszeit und Aktivität unterschiedlich dick.

Shell (Dritte Schicht): Die Regenjacke als äußere Hülle. Schützt vor wind und Wetter, lässt Wasserdampf durch.

Konkrete Empfehlungen nach Jahreszeit

Oktober-Drückjagd (5–12 °C):

Januar-Ansitz (-5 bis +3 °C):

  • Merino-Baselayer (mittlere Stärke)

  • Isolierte Hillman-Jacke mit Aerogel

  • Dünne, atmungsaktive Shell

September-Pirsch (15–20 °C):

Warum das System nur so gut ist wie die schwächste Schicht

Die Atmungsaktivität deiner Regenjacke funktioniert nur, wenn die darunterliegenden Schichten mitspielen. Trägst du ein Baumwoll-T-Shirt unter einer high-Performance Membran, staut sich die Feuchtigkeit trotzdem. Eine hochwertige Regenjacke atmungsaktiv sorgt dafür, dass der Schweiß effektiv von innen nach außen transportiert wird und du dich auch bei intensiven Bewegungen wohlfühlst.

Regel: alle Schichten müssen Dampf durchlassen. Merinowolle und Funktionsfasern erfüllen diese Anforderung.

Praxis-Tipp: Vor der Saison testen

Bevor du im September oder Oktober in die erste Jagd startest: Teste dein Layering im Revier. Geh eine Stunde zügig, sitz dann eine Stunde still. Schwitzt du stark? Frierst du beim Sitzen? Passe die menge der Schichten an, bevor es ernst wird.

Camouflage, Lautstärke & Sicherheit im Revier

Person in Hillman 5WL ultraleichter Camouflage-Jagdjacke, wasserdicht, Outdoor-Abenteuer mit Funkgerät & Ausrüstung

Tarnung und Geräuscharmut sind bei modernen Jagdregenjacken keine Nebensache – sie können über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Tarnung: Mehr als nur Farbe

Effektive Tarnung bei Jagdregenjacken besteht aus mehreren Komponenten:

  • Matte, lichtbrechende Oberflächen: Glänzende Stoffe reflektieren Licht und fallen Wild ins Auge

  • Jagdspezifische Tarnmuster: Angepasst an den Lebensraum – Waldtarn für Buchenwald, Schneetarn für Winter ab Dezember

  • Strukturauflösung: Gute Muster lösen die menschliche Silhouette auf

Bunte Outdoor-Farbe wie Rot, Blau oder Neongrün sind für die meisten Jagdsituationen ungeeignet. Rehwild, Schwarzwild und Rotwild nehmen Kontraste wahr – eine leuchtende Jacke verrät dich.

Die Balance: Tarnung vs. Sicherheit

Auf Gesellschaftsjagden, besonders bei Drückjagden, gelten in Deutschland und Österreich gesetzliche Vorgaben zur Sichtbarkeit. Signalfarbe (Orange oder Gelb) ist oft Pflicht.

Die Lösung hochwertiger wasserdichten Jagdjacken:

  • Dezente Signalfelder: Kleine Bereiche in Signalfarbe, die die Tarnung wenig beeinträchtigen

  • Abnehmbare Überwürfe: Signal-Weste oder -Umhang über der Tarnjacke

  • Wendejacken: Eine Seite Tarnmuster, andere Seite Signalfarbe

Low-Noise-Materialien

Geräuscharmut ist bei der Jagd entscheidend. „Low-Noise”-Jacken erreichen dies durch:

  • Gebürstete Oberstoffe: Weiche Oberfläche minimiert Reibungsgeräusche

  • Weiche Laminierungen: Keine steifen, knisternden Schichten

  • Durchdachte Konstruktion: Weniger Nähte und Überlappungen bedeuten weniger Reibungsflächen

Eine Hillman Regenjacke atmungsaktiv kombiniert Camouflage, leisen Stoff und optionale Signal-Elemente – für den Einsatz bei Drückjagd und Pirsch gleichermaßen.

Hillman Jagdregenjacken: High-Performance für anspruchsvolle Jäger

Person in Hillman 5WL Camouflage-Jagdjacke mit Hut, Fernglas & Funkgerät im herbstlichen Wald

Hillman entwickelt als europäische Jagdmarke gezielt für passionierte Jäger – nicht für den Massenmarkt oder den gelegentlichen Outdoor-Ausflug. Der Unterschied zeigt sich in jedem Detail.

Typische Produktmerkmale von Hillman-Regenjacken

  • Dryhunt®-Membran: Optimale Balance zwischen Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität, abgestimmt auf jagdtypische Wechselbelastungen

  • Ergonomischer Alpha-Fit: Vorgeformte Ärmel und strategische Stretch-Zonen für freies Anschlagen

  • Jagdspezifische Taschenanordnung: Funkgerät, GPS, Patronen – alles am richtigen Platz

  • Lautlose Stoffe: Gebürstete Oberflächen, die bei Bewegung schweigen

  • Kompatibilität: Abgestimmt auf Hillman-Rucksäcke und -Geschirre

Einsatzszenarien für Hillman-Jacken

Mehrtägige Gebirgsjagd: Wechselhaftes Wetter, intensive Anstiege, kalte Nächte. Die Kombination aus hoher Wassersäule und exzellenter Atmungsaktivität hält dich trocken – von außen und von innen.

Winterdrückjagd mit Schneeregen: Drei Stunden am Stand bei 0 °C, Schneeregen, wind. Die Dryhunt®-Membran hält die nässe ab, während Pit-Zips die Belüftung auf dem Anmarsch ermöglichen.

Nachtansitz auf Sauen bei Nieselregen: Sechs Stunden auf der Kanzel, leichter regen, hohe Luftfeuchtigkeit. Die Jacke bleibt dicht, und dank atmungsaktiver Konstruktion fühlst du dich auch nach Stunden noch wohl.

Das Hillman-System komplettieren

Eine Regenjacke ist Teil eines Ganzen. Hillman bietet ergänzende Produkte für das komplette System:

  • Wasserdichte Jagdhosen: Passend zur Jacke, gleiches Membransystem

  • Isolierte Stiefel: Aerogel-Technologie für warme Füße bei Ansitz

  • Base-Layer aus Merino-Wolle: Feuchtigkeitstransport und natürliche Geruchsneutralität

  • Aerogel-gefütterte Midlayer: Wärme ohne Volumen

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Pflege & Wartung: So bleibt deine Jagdregenjacke lange dicht und atmungsaktiv

Braune 5 WL Jagdregenjacke im Herbstwald mit Pflegemittel, Bürsten – Tipps für Pflege, Wartung & Atmungsaktivität

Die beste Jagdregenjacke verliert ihre Eigenschaften ohne richtige Pflege. Regelmäßige Wartung erhält Membranleistung und DWR-Imprägnierung über viele Saisons.

Waschanweisungen

Vorbereitung:

  • alle Taschen leeren

  • Reißverschlüsse schließen

  • Klettverschlüsse schließen

Waschen:

  • Schonwaschgang bei maximal 30 °C

  • Spezielles Funktionswaschmittel verwenden (kein normales Waschmittel)

  • Keinen Weichspüler – er verstopft die Membranporen

  • Gründlich ausspülen (ggf. Extra-Spülgang)

  • Sanft schleudern

  • Pflegehinweise im Etikett beachten

Nachimprägnierung

Wenn Wasser nicht mehr von der Jacke abperlt, sondern in den Oberstoff einzieht, ist die DWR-Beschichtung erschöpft. Zeit für eine Auffrischung:

Optionen:

  • Spray-Imprägnierung: Nach dem Waschen aufsprühen, besonders geeignet für Teilbehandlung

  • Waschimprägnierung: Im Waschgang anwenden, gleichmäßigere Verteilung

Empfehlung: Verwende PFC-freie Imprägniermittel für umweltfreundlicheren Schutz.

Häufigkeit: Nach einigen intensiven Jagdsaisons oder sobald der Perleffekt nachlässt.

Richtige Lagerung

  • Trocken lagern: Nie feucht wegpacken

  • Hängend aufbewahren: Verhindert Knickfalten und Delaminierung

  • Nicht stark komprimiert: Langfristiges Pressen kann die Membran schädigen

  • Nicht im feuchten Waffenschrank: Die Luftfeuchtigkeit fördert Schimmelbildung

Praxistest vor der Saison

Bevor im August oder September die neue Jahreszeit startet, mach einen einfachen Test:

  1. Halte die Jacke unter die Gartendusche oder einen Wasserschlauch

  2. Beobachte, ob das Wasser abperlt oder einzieht

  3. Prüfe Nähte und Reißverschlüsse auf Undichtigkeiten

So gehst du mit funktionsfähiger Ausrüstung in die neue Saison.

FAQ zu Regenjacken für die Jagd

Was ist der Unterschied zwischen wasserdicht und atmungsaktiv bei Jagdjacken?

„Wasserdicht” bedeutet, dass kein regen oder Regenwasser von außen durch die Membran, die Nähte oder die Reißverschlüsse eindringt. Die Jacke bildet eine Barriere gegen externe nässe. „Atmungsaktiv” beschreibt die Fähigkeit des Materials, schweiß in Form von Wasserdampf von innen nach außen zu transportieren – die Feuchtigkeit entweicht, ohne dass Wasser eindringen kann.

Für Jäger ist diese Unterscheidung entscheidend: Ohne Atmungsaktivität wirst du bei Pirsch und Drückjagd von innen nass, obwohl kein Regentropfen eindringt. Der eingeschlossene schweiß kondensiert, durchfeuchtet die Kleidung darunter und führt beim anschließenden Ansitz zu schneller Auskühlung – ein gefährlicher Kreislauf.

Welche Wassersäule sollte eine gute Regenjacke für die Jagd haben?

Für typische mitteleuropäische Jagden empfehlen wir mindestens 15.000 mm Wassersäule. Für regenreiche Regionen, Gebirgsjagden oder extreme Wetterbedingungen sind 20.000 mm und mehr sinnvoll. Als Referenzwert: 10.000 mm gilt als Einstieg in echte Wasserdichtigkeit für Sport und Outdoor Aktivitäten.

Diese wert sind jedoch nur aussagekräftig, wenn sie mit verschweißten Nähten, hochwertigen Reißverschlüssen und guter Verarbeitung kombiniert werden. Eine Jacke mit 20.000 mm Wassersäule und undichten Nähten schützt schlechter als ein Modell mit 15.000 mm und durchgehend versiegelter Konstruktion.

Warum ist Atmungsaktivität bei Bewegungsjagden besonders wichtig?

Drückjagden, Nachsuchen und Gebirgsjagden fordern körperliche Höchstleistung. Der Puls steigt, die Schweißproduktion kann auf 1-2 Liter pro Stunde anwachsen. Diese Feuchtigkeit muss abtransportiert werden – sonst staut sie sich, durchnässt die Kleidung und führt beim späteren Stehen zu rapider Auskühlung.

Eine gute Kombination aus atmungsaktiver Jacke, passenden Layern und Belüftung durch Öffnungen wie Pit-Zips erhöht Leistungsfähigkeit und Sicherheit im Revier. Der MVTR-Wert sollte bei mindestens 10.000 g/m²/24h liegen, besser 15.000 g/m²/24h oder mehr.

Wie unterscheidet sich eine Jagd-Regenjacke von einer normalen Outdoor-Regenjacke?

Der Unterschied liegt in den Details: Jagdregenjacken setzen auf leise Stoffe, die bei Bewegung nicht rascheln und Wild nicht vergrämen. Sie bieten jagdspezifische Tarnmuster statt bunter Outdoor-Farbe. Funktionen wie Patronentaschen, Funkgerätfächer und Signalelemente für Drückjagden gehören zum design. Der Schnitt ermöglicht freies Anschlagen der Waffe.

Viele Allround-Outdoorjacken sind zu laut, zu grell oder haben eine ungünstige Passform für die unauffällige Annäherung ans Wild. Eine Jacke, die beim Radfahren oder wandern perfekt funktioniert, kann im Revier versagen.

Wie finde ich die richtige Größe für meine Hillman atmungsaktive Regenjacke?

Orientiere dich an der offiziellen Hillman-Größentabelle und berücksichtige, welche Midlayer du im Winter darunter tragen möchtest. Die Jacke sollte genug Platz für Fleece oder leichte Isolationsjacken bieten, ohne im Schulterbereich zu spannen oder beim Anschlag Falten zu werfen.

Im Zweifel wähle eine Größe, die Layering ermöglicht – aber nicht so groß, dass überschüssiger Stoff raschelt oder an Ästen hängen bleibt. Bei Unsicherheit hilft der Hillman-Kundenservice bei der Auswahl.